Marokko

Der für mich beeindruckendste Moment in Marokko war, eigentlich ganz banal, der allererste Abend, oder besser die allerersten Minuten, in denen wir durch die Innenstadt gelaufen sind. Als ich mit 14 zum ersten Mal in New York war, haben mich meine Eltern abends direkt zum Times Square mitgenommen und ich kann mich erinnern, wie ich als kleines Zahnspangenmädchen die ganze Zeit fasziniert nach oben zu den Wolkenkratzern gestaunt habe.

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Koutoubia Moschee

Ich war völlig vereinnahmt davon, wo ich grade bin, weil alles so fremd und anders aussah. Wir sind (nach Flughafenkontrollschlagen, bei denen mein ungeduldiger Vater alle Besonnenheit und Ruhe über Bord geworfen hätte) erst abends so gegen acht in Marrakeschs Innenstadt angekommen, direkt auf dem Djemaa el Fna, dem größten zentralen Marktplatz. Abends ist der bunt und laut und voll mit Menschen. Schlagen liegen auf der Straße und werden mit Flöten beschallt – manche Kobras waren auch ganz schlagenbeschwörertypisch mit ausgebreiteter Haube aufgerichtet, kleine Berberaffen sitzen auf Schultern, es gibt eine riesige Menge an lärmenden und intensiv riechenden Essensständen und von überall kommt Gerufe, Gerenne, Musik und Licht. Es war sehr orientalisch – und sehr fremd und faszinierend für mich.

Farben und Muster

davIch hätte nicht gedacht, dass Farben und Muster so viel ausmachen. Alles ist viel brauner und röter als bei uns. Die Lehmhäuser leuchten rot in der Sonne und sehen toll aus neben blauem Himmel und grünen Palmenblättern, die Straßen sind oft nicht gepflastert sondern plattgetreten und brau-gelb staubig, Tonwaren und Stoffe sind orange und pink und gelb und golden. Wüste und die Berge nicht zu vergessen: Auf der Busfahrt von Marrakesch nach Ouarzazate ist mit jedem Kilometer alles weniger grün, brauner und wärmer geworden. Ich wäre bestimmt noch ein bisschen enthusiastischer über den Ausblick aus dem Busfenster gewesen, wenn mein Magen nicht so entschieden gegen die kurvigen Straßen rebelliert hätte… Auf dieser Busfahrt habe ich auch eine ganze Reihe neuer Gründe kennengelernt, die Hupe zu benutzen, eine in Marokko offenbar sehr viel mehr wertgeschätzte Funktion am Auto: Jemand, der einheimisch aussieht, steht an der Straßenseite, eine enge Kurve mit entgegenkommendem Auto wurde gemeistert, eine enge Kurve mit entgegenkommenden Auto  wurde nicht gemeistert und beide mussten anhalten, jemand hat überholt, jemand traut sich nicht zu überholen, ein teuer aussehendes Auto fährt vorbei und – am allerwichtigsten – ein befreundeter Busfahrer ist in Sicht.

Genug Verkehrsexkurs und weiter zu den Mustern. Die gibt es haufenweise, nicht nur in den Palästen und Moscheen sondern auf fast jedem Fliesenfußboden, auf ranzigen Restauranttoiletten, Tellern und Schüsseln. Ich bin sehr begeistert von gemusterter Keramik – meine Müslischüsseln zuhause sind ein Anfang – und habe oft glücklich Boden und Wände angeguckt. Oder für Kachelfotos gekniet. Ich bin ein bisschen wehmütig, denn in meinem weißen Badezimmer ist die einzige farbliche Abwechslung eine eindrucksvoll hässliche quietschgelbe Bordüre…

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Farben sorgen dafür, dass man sich fremd fühlt, aber auf eine gute Art. Sie tragen viel zu dem Gefühl bei, das einen an einem bestimmten Ort erfüllt und zeigen die ganze Zeit, dass man ganz woanders ist, wo es nicht grau und dunkelgrün ist wie Zuhause.

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Aït-Ben-Haddou

 

Couscous und Metzgerauslagen

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Ich war ein kleiner Hypochonder und hatte anfangs Angst vor Magenproblemen, weil unsere sensiblen, verwöhnten europäischen Verdauungssysteme teilweise nicht an die marokkanischen Standards gewöhnt sind. Vielleicht habe ich mich auch zu viel vom Internet in Panik versetzen lassen. „Magen- und Darmbeschwerden stellen sich für gewöhnlich nach drei bis vier Reisetagen ein.“ Na danke! Letztendlich hatten wir überhaupt keine Probleme und haben uns am Ende an fast alles getraut. Sicher sollte man etwas vorsichtig sein, aber grade in den Städten ist das Essen in Restaurants und auch an den Straßenständen frisch und wird offenbar vernünftig kontrolliert. Ansonsten bleibt man wie ich in den ersten Tagen bei Gekochtem und Geschältem, und traut sich dann immer mehr.

Unbenannt

Was man isst, ist richtig gut. Es wird viel in Tagines gekocht, das sind große Tongefäße mit spitz zulaufendem Deckel. Couscous ist üblich, und Eintöpfe mit Linsen und Bohnen. Außerdem hat mir der Tee gefallen. Zu jeder Tages- und Jahreszeit trinkt man Minztee mit extrem viel Zucker aus hübschen kleinen Silberkannen. Ich trinke gerne warm, auch im Sommer. Und es sieht schön aus, wenn der Tee in ganz langem Strahl zum Auskühlen in die kleinen Gläser gegossen wird.

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Zwei eigentümliche Sachen habe ich in Erinnerung: Gurken werden behandelt wie Kartoffeln oder Kürbis und gebraten und gegart – mit wabbeliger warmer Gurke konnte ich mich bis zum Ende nicht anfreunden. Und Avocados sind Obst, kein Gemüse, und werden zu süßem Saft gemacht, der wie Milchshake schmeckt.

Ich hatte das Gefühl, das bei vielen ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln herrscht, besonders bei Fleisch und Fisch. Alles ist noch etwas ursprünglicher. Supermärkte gibt es nicht wirklich (einen sehr teuren, sehr ausgestorbenen Carrefour haben wir gefunden, der aber hauptsächlich für Touristen gedacht war), also werden Lebensmittel auf Märkten und an Straßenständen gekauft. Fische werden oft direkt auf der Straße noch ausgenommen, ganze Kleintiere, mit und ohne Fell, werden angeboten, man kann sogar lebende Hühner in Käfigen aussuchen. Hufe und Köpfe zu sehen ist ganz normal. Auch wenn das vielleicht manche Vegetarier traumatisiert, ist das doch im Grunde besser als bei uns. Wenn man Fleisch so kauft ist man sich bewusster, dass man vorhat ein totes Tier zu essen. Wem ist das schon beim McDonalds Hamburger so richtig klar. Außerdem wird häufig noch das ganze Tier gekauft und verwertet, nicht nur die Hähnchenbrust, bei der man so schön wenig erkennt, dass das mal ein Vogel war.

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Beim Tierhautverarbeiten konnten wir auch einmal zugucken – es ist beeindruckend zu sehen und es riecht katastrophal. Ich musste daran denken, dass Grenouille aus „Das Parfum“ bei den Gerbern aufwächst, eine harte Kindheit…

Privilegien

„It’s closed this way.“ Den Satz haben wir oft gehört. Wenn man mit suchendem, leicht desorientierten Gesichtsausdruck durch die Stadt läuft, ist er wahrscheinlich unvermeidlich. Er kommt von Einheimischen, die Touristen überzeugen wollen, dass das gesuchte Museum, der Park oder die Moschee zu hat, es aber in einer anderen Richtung etwas Interessanteres gibt, man Ihnen doch einfach folgen und sie am Ende für den Dienst bezahlen soll.

sdrDas ungefragte Angesprochen werden, manchmal schon wenn man auf nebenliegende Straßenstände nur einen flüchtigen Blick wirft, war sehr ungewohnt für uns. Mein Freund ist ein besonders herzlicher und offener Mensch und fand es schwierig, Leute bewusst zu ignorieren und traurig, dass Hilfsbereitschaft auf der Straße oft nur mit Bezahlung einhergeht. Besonders am Anfang haben wir viel über unsere Touristenrolle gesprochen, über das Angequatscht werden, das zu viel Zahlen und das Handeln. Letztendlich darüber, wie privilegiert wir eigentlich sind, und wie ungerecht es ist, das für uns kleine Geldbeträge in Marokko so viel mehr bedeuten. Und dass die Einheimischen Recht haben wenn sie denken, dass europäische Touristen, selbst Studenten wie wir, in Marokko reich sind.

Und wie ist das als Frau? Ich hatte den Eindruck, dass ich auch gut allein hätte reisen können. Bestimmt wird man allein als Frau häufiger und etwas hemmungsloser angesprochen, vor allem wenn man blond ist – und andere Länder haben oft eine sehr viel großzügigere Definition von blond als wir. Aber Angst haben oder unsicher sein braucht man nicht. Mit männlicher Begleitung hatte ich außerdem nicht das Gefühl auf ein Anhängsel reduziert zu werden; vielleicht lag das ein wenig daran, dass ich im Gegensatz zu meinem Freund ein bisschen mehr Französisch kann als „Un jus d’orange s’il vous plaît.“.

 

Eselskarren, Eidechsen, Dromedare und Möwen

Das beschreibt etwa die Route, die wir genommen haben: Eselskarren haben sich oft auf den viel zu engen Innenstadtstraßen an uns vorbeigezwängt. Und ich habe mich gewundert, dass die Esel bei dem Trubel so ruhig bleiben, vor allem wenn ein Roller direkt neben ihren Ohren angelassen wird. Eidechsen gibt es im Gebirge, neben Chamäleons und überraschend großen Wüstenwaranen, die manche Leute in Ihren Jackentaschen mit sich rumtragen um sie an Aussichtspunkten Touristen zu zeigen oder Mädchengruppen damit zum Kreischen zu bringen.

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Dromedare sieht man nicht nur in der Wüste, aber welches Tier sollte die besser repräsentieren? Ich war sehr beeindruckt von ihnen. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass Dromedare ungefähr so groß sind wie Pferde – das sind sie nicht, sie sind deutlich größer. Und trotzdem für mich viel friedlicher und weniger angsteinflößend (ich war nie ein Pferdemädchen). Und sie schaukeln tatsächlich heftig wenn man auf ihnen draufsitzt.

Möwen gab es dann zuletzt in Essaouira am Meer, wo es viel ruhiger und kühler und blau-weißer war als überall sonst. Essaouira war wohl unsere liebste Stadt. IMG-20180309-WA0005   dav

Am Hafen haben die Restaurants und Fischverkäufer ihre Abfälle oft einfach auf die Straße geworfen und Sekunden später waren sie von einer riesigen Traube Möwen umringt.

Die Katzen habe ich ganz vergessen, wie konnte ich! An der Küste wollten sie auch an die Fischreste, aber erst wenn die Möwen sich verzogen hatten. davIn ganz Marokko waren sie an jeder Ecke zu finden, in allen Farben und Mustern. So wunderbar Katzen sind, vielen hat man ihr Streunerdasein angesehen. Allerdings hat uns einer unserer Gastgeber erzählt, dass sich mehr und mehr Leute um die Katzen kümmern, manche hatten sogar kleine Häuser für sie gebaut. Bleibt zu hoffen, dass es so weitergeht.

 

Was mir im Grunde einfällt zu Eseln, Eidechsen, Dromedaren und Möwen ist die Vielfältigkeit, die wir erlebt haben. Dafür, dass wir nur zwei Wochen unterwegs waren, haben wir Großstadtgetümmel, Berge, staubige Wüste und die Küste gesehen und alles hat eine ganz eigene Stimmung. So vielseitig und unterschiedlich und anders werde ich Marokko in Erinnerung behalten. Und vielleicht nächstes Mal in den Norden fahren, nach Fès oder Rabat.

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Nach dem Urlaub haben wir Der Mann, der zu viel wusste geguckt, einen Krimi von Hitchcock von 1956 der teilweise in Marrakesch spielt. Ziemlich viel sieht noch genauso aus wie in den 50ern. Ich habe eine Seite gefunden, die die damaligen Drehorte sorgfältig rausgesucht und auf Google Maps angegeben hat. Die Sicht auf das Bab el-Khemis Tor ist jetzt von einer ziemlich befahrenen großen Straße versperrt, aber ansonsten…
http://www.themoviedistrict.com/the-man-who-knew-too-much-1956/
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Interrail Urlaub

 

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In meinen letzten beiden Sommerferien bin ich mit Interrail durch die Gegend gefahren. Beim ersten Mal durch Schottland und Irland, beim zweiten Mal durch Belgien nach Frankreich und Spanien. Vor der ersten Reise kannte ich Interrail gar nicht, jetzt hab ich viel dazu im Kopf und Lust, ein bisschen zu erzählen:

Packen

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Natürlich reist man mit wenig Gepäck. Für mich war das das erste Mal mit Rucksack. Ich bin ziemlich klein und die Rucksäcke waren ziemlich groß und schwer, wahrscheinlich viel zu groß und schwer für meinen Rücken. Aber meistens haben wir nur zwischen Bahnhof und Campingplatz geschleppt, dafür war es in Ordnung.

Ich habe gelernt, mit wie wenig Klamotten ich auskomme und mit wie wenig man überhaupt auskommt, wenn man Platzprobleme hat.

Weil wir im kleinen Zelt oder in Campingplatzduschräumen weder Platz noch Zeit noch Lust auf Styling hatten, wurde es eben meistens das, was grade sauber ist. Und dann je nach Wetter noch Pulli oder Regenjacke drüber. Trotzdem würde ich nicht nur platzsparend einrollbare praktische Sachen mitnehmen. Wenn man sich mal richtig ranzig und durchnässt fühlt, wirken roter Lippenstift und Ohrringe Wunder (naja, für mich jedenfalls, vielleicht hat ja jeder sein Äquivalent dazu).

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Mit der Zeit haben wir unsere monströsen Rucksäcke lieben gelernt, sie waren sehr treue Begleiter. Einmal ist ein schottischer Bus mit ihnen, aber ohne uns losgefahren. Die Stunden der Trennung waren hart und die Wiedersehensfreue groß.

Diese unförmigen Regenüberzüge sind übrigens unerlässlich, wenn man durch Schottland reist und das Zelt außen dran schnallt.

Campen

Wir haben uns in beiden Urlauben fürs Campen entschieden, hauptsächlich, weil es doch ein ganzes Stück billiger ist als Hostels. Manchmal hat es genervt Campingplätze zu suchen, von dort aus in die Städte zu fahren und im Zelt nicht stehen zu können. Und Regen! Regen nervt natürlich besonders, aber grade im Süden ist das ja im Sommer kein so großes Problem. Die Busse in die Stadt fahren dann manchmal eine halbe Stunde, aber ziemlich regelmäßig und häufig auch noch nachts.

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Wenn die Sonne scheint und es warm ist, kann Campen wunderbar sein. In den Bergen neben einer Schafsherde zum Beispiel, oder direkt am Meer.

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Oft gab es zutrauliche Hunde oder Katzen und nette Zeltnachbarn. In Marseille hat uns ein Ehepaar ihr Vorzelt angeboten bevor wir aufgebaut hatten, weil sie dachten, es könnte regnen und wir wollten unter den Sternen schlafen.

WP_20160813_11_43_41_ProUnd auf einem ganz kleinen Campingplatz direkt am Loch Ness saßen abends alle um die Feuerstelle und die Besitzerin hat Kleckse vom einzig wirksamen Anti-Mücken-Spray verteilt.

 

Unterwegs sein

Das Zugfahren hat bis auf ein paar Vorfälle super geklappt. In Madrid haben Sie uns kontrolliert als wären wir Terrorverdächtige am Flughafen und sind beim Anblick unserer Campinggasflasche ausgetickt. Das Gleiche hatten wir auch in Belfast mit einem Opinel-Messer. Die „offensive Weapons“ durften beide Male nicht mit, wir aber zum Glück schon.

IMG-20160807-WA0010Ansonsten fand ich das Zugfahren entspannend. Kein Navigieren und man kann schlafen, lesen oder in Ruhe essen. Gegen das Einander-auf-die-Nerven-Gehen helfen dicke Bücher. Die kann man auch super tauschen und dann, wenn man sich wieder lieb und sozial fühlt, über die Geschichten reden.

IMG-20160810-WA0062Überhaupt sind Buchläden der perfekte Zufluchtsort, wenn es regnet oder kalt ist oder auch einfach so. Nur Bücher kaufen ist eher nicht drin – zu schwer.

Die besten Wege von der Stadt zum Campingplatz zu finden war manchmal herausfordernd. Manche Busse existieren im Internet aber nicht auf dem Bahnhofsplan, manche heißen anders oder fahren zu mysteriösen, nirgendwo aufgeschriebenen Zeiten. Fragen hilft, die meisten Leute waren nett und haben gerne geholfen, besonders wenn man verzweifelt guckt und unter der Rucksacklast leidend aussieht.

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In den Städten sind wir viel gelaufen, wie hier durch die Gassen von Lyon. Oft einfach drauf los, ohne Reiseführerroute. Eintritt bezahlt haben wir nur selten und sehr ausgewählt. Schöne Parks, Museen und Kirchen gibt es auch umsonst. Und durchs Stromern findet man schöne und lustige Dinge.

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Abwechslung ist wichtig. Viel durch Städte laufen macht erschöpft, irgendwann reicht es mit vollen Straßen. Zwischendurch gammeln und erholen tut gut. Irgendwo, wo es schön ist.

davAn solchen Tagen haben wir viel an einem Reisetagebuch geklebt und geschrieben. Weil wir in Großbritannien keine Schere dabei hatten, hat meine Freundin eine Methode perfektioniert Schnipsel mit dem Taschenmesser auszuschneiden, mit einem kleinen Stück alter Pappe als Unterlage. Man sieht dem Buch an, was es alles mitmachen musste, und es ist ganz wunderbar geworden.

Meer und Strand geht, wenn das Wetter mitspielt, sogar auch in Großbritannien. Zum Beispiel in Hastings. Statt auf dem Campingplatz waren wir da mal in einer Wohnung von Freunden mit diesem Postkartenausblick.

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Essen

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Ein schönes Geschirrtuch mitzunehmen war eine gute Idee – wenn man auf sowas Wert legt. Das Essen sieht gleich viel besser aus. Mit wenig Geld und Campingkocherausrüstung kriegt man nicht besonders spektakuläre Sachen hin. Viele Nudeln, viel Reis mit Fertigsoße. In Frankreich und Spanien gab es praktisch jeden Morgen Baguette mit Erdnussbutter und Marmelade, das ist einfach und macht gut satt. Ich konnte lange Zeit kein Baguette mit Erdnussbutter und Marmelade mehr sehen!

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Manchmal macht es irgendwie bessere Laune sich ein bisschen Mühe zu geben mit dem Essen, oft haben wir aber auch einfach direkt aus dem Topf gegessen. Im Dunkeln, am besten noch im Regen, muss es schnell gehen und es gibt weniger zu spülen.

 

Wenn man die Nase voll hat vom Campingkocher, hilft es, ab und zu mal essen zu gehen. Auch, wenn es nur ein Stück Kuchen ist. Schöne Cafés kann man nicht immer nur von außen bewundern, in manche sollte man rein.

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IMG-20170916-WA0002Abends weggehen ist auch gut. Coole Bars raussuchen und mal ein bisschen Geld in Cocktails investieren. Oder in Bier aus Eimern in den spanischen Studentenkneipen.

 

 

Meine liebsten Bilder

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Nach Montpellier sind wir ganz spontan gefahren, weil wir unseren Rückweg noch gar nicht richtig geplant hatten. Es lag einfach gut auf dem Weg. Am ersten Abend dort saßen wir mit einer Supermarktweinflasche und Keksen auf einer Treppe an diesem Innenstadtplatz mit perfekten Farben.

 

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Das Foto ist in Nordirland entstanden. Eigentlich sind wir ans Meer gefahren, um den Giant‘s Causeway anzugucken, so eine geometrische Felsformation. Alles drumherum war dann aber viel spannender und eindrucksvoller. Wir sind stundenlang oben an der Steilküste entlanggewandert und fanden es wunderschön.

John Green’s ‚Turtles All The Way Down‘

 

I have finished the new John Green book today, it makes me happy and melancholic. I am always sad to finish a book, because I am leaving the story and its characters. This is why I like John Green so much, he is very good at creating characters that I don’t want to leave. Although I like The Fault In Our Stars, my favourite John Green book is An Abundance Of Katherines. It is not as tragic, deep and complicated as the other ones, but I like the main character the most. He is weird and complicated and occupied with his thoughts, which is not that innovative anymore for a young adult book. However, John Green is very good at creating him, making him realistic and loveable.

Aza in Turtles All The Way Down is similar. Although it is a girl, which I found interesting. I feel that most of the time characters like her are boys, as if a social awkwardness would go along with interest in logic and science, and that would go along with boys, not girls. The story is not that spectacular. There is a case about a missing man that Aza and her friend try to solve, but it doesn’t play a big role. The book is about how Aza lives, and – more importantly – how she thinks.

It is not specifically named what Aza struggles with. She is anxious and neurotic and trapped in her own mind in a way that sometimes makes normal situations unbearable for her. Often, she is scared of infections, thinks about bacteria and the symptoms of rare diseases. What I liked about the story and the depiction of Aza is that is doesn’t try to put a label on mental illness. It is not one of those books that deals more with the condition itself than with the person that lives with it. It is not a representation of ‘the life of someone with cancer’ or ‘someone with the Asperger’s syndrome’, which, as well, has its own quality. But this book is really about Aza. It doesn’t describe her mental condition in a representative way, it shows how it feels for Aza to live with her anxiousness, her thoughts and her complicated mind.

Her thoughts are compared to spirals. They start little and unimportant in the back of Aza’s head, then she lets herself be occupied by them more and more, until she is not able to think of anything else. Like a spiral that focuses and tightens more and more towards the centre. Although I am not concerned about infections as Aza, I recognized those spirals very well. This little mean, irrational voice in the back of my head that tells me to worry, although I know I shouldn’t. Because sometimes, as Aza says all the time, thoughts are not a choice. She says they just arrive in her mind and don’t feel like they belong to her. And then she has to cope with them, she cannot not think about them.

The novel starts with “At the time I first realized I might be fictional, my weekdays were spent at a publicity funded institution on the north side of Indianapolis called White River High School, where I was required to eat lunch at a particular time […] by forces so much larger than myself that I couldn’t even begin to identify them.” Of course the thing about being fictional is this funny meta-comment, because, well, Aza actually is fictional, but it is more. Aza thinks about how her unwanted thoughts make her into a person she doesn’t want to be. If there even is a ‘true’ self behind her thoughts, or if she is only a representation of the life and circumstances and people around her.

At one point she says that “imagining all the futures I might have, all the Azas I might become, was a glorious and welcome vacation from living with the me I currently was.” What a nice sentence. I thought the same, when I was living abroad for example, or when I finished school and started university. The new life changes me into someone else.

Aza is scared that there might not be part of her that never changes, no matter what happens in her life. That she is only created by her outside, because also her thoughts don’t belong to her. The book doesn’t give a definite answer to that theory of course. But it left me being ok with the idea. Being created by the situations and people around me, being different versions of myself, because it is exciting and important.

 

Warum Schreiben hilft

 

Ich habe schon ziemlich früh angefangen mit dem Tagebuchschreiben. Nicht richtig täglich und auch nicht richtig über meinen Tag. Aber doch regelmäßig, meistens wenn mich irgendetwas bedrückt hat. Mit sieben oder acht habe ich eines von diesen Präpubertär-Mädchenbüchern gelesen, pink und glitzerig und blümchenverziert.  Eins, das man unter den „Frauenpower“ oder „für Mädchen“ Aufstellern im Buchladen findet – scheußlich. In dem hat die Hauptfigur Tagebuch geschrieben, natürlich war sie genau die coole Anzahl an Jahren älter als ich und ich wollte nacheifern.

Mein erstes Tagebuch war von Diddl – zu meiner Verteidigung: Es war immerhin keine einzige Maus darauf, sondern eine Giraffe. Es war ein kleines DinA5 Büchlein, mit Schaumstoff unterm Einband, sodass man ihn eindrücken kann und alles so komisch oval gewölbt ist, super cool. Die durch Diddloptik entstellte Giraffe hat am Verschlussgummiband geheftet.

Damals habe ich über Zickenkrieg mit meinen Grundschulfreundinnen geschrieben, über die allerpeinlichsten Dinge, die meine Eltern gesagt und gemacht haben, über „Willst du mit mir gehen“-Briefchen und meine doofe Physiklehrerin. Mein kleines Diddltagebuch hatte offenbar sogar eine Persönlichkeit. Wenn ich mir alte Einträge angucke, schreibe ich Sachen wie „Hallo“ und „Wie geht’s?“. Da habe ich der Plastikgiraffe wohl ein bisschen zu viel Leben angedichtet…

Ich bin froh das Klein-Ich damals angefangen hat mit dem Schreiben. Ich bin dabei geblieben, seit mehr als zehn Jahren. Mit neuem, geschmackvollerem Buch und erwachseneren Themen, aber eins hat sich nicht geändert: Es hilft. Ob es die Probleme einer Sieben- oder Zwanzigjährigen sind, es hilft sie aufzuschreiben. Meistens mache ich das abends bevor ich schlafe. Wenn der Kopf so schwirrt, dass ich nicht ruhig werde. Früher hatte ich ein Bett mit Schubladen darunter und Buch und Stift lagen immer darin. Ich musste mich nur zur Seite drehen und die Schublade öffnen, mich nicht mal  aufsetzten. Jetzt steht es im Regal, aber der zwei Meter lange Weg ist überbrückbar. Sogar auch meistens im Winter bei ausgestellter Heizung.

Im besten Fall macht mir das Aufgeschriebene klar, wie lächerlich mein Kopfzerbrechen ist. Ich bin eine Denkerin, ich sorge mich, analysiere zu viel, mache mich verrückt, auch wenn es nichts zum Verrücktmachen gibt. Ich finde Dinge, suche nach Dingen, egal wie klein, und denke mir dann, wenn ich den fertigen Text lese, wie albern ich bin und dann geht es mir besser.

Manchmal hat mein Kopf recht. Manchmal ist es kopfzerbrech- und analysier- und verrücktmachwürdig. Manchmal weine ich, weil alles so auf mich einprasselt oder vor mir wegläuft, je nachdem. Manchmal ist es schlimm. Dann hilft das Schreiben trotzdem. Für mich bedeutet es „Jetzt nicht!“. Als würde ich meine Gedanken aus meinem Kopf ziehen, sie irgendwo anders festhalten, nur bloß nicht bei mir und sie wegschreiben. Zumindest für eine Weile. Meistens für eine Nacht. Ja es ist schlimm und hier ist es, aber jetzt nicht. Jetzt will ich schlafen, später. Später bin ich bereiter dafür, bleibt hier im Buch und nicht bei mir, jetzt nicht. Und das funktioniert, bei Streitereien, bei Traurigkeit, bei Enttäuschung, bei Angst. Jetzt nicht! Abends im Bett kann ich nichts ausrichten und ändern.

Irgendwann habe ich auch angefangen Zitate und Liedtexte und Buchausschnitte aufzuschreiben. Schön sich nach Jahren immer wieder anzugucken was ich damals gehört und gelesen habe und was an mir hängen geblieben ist. Eins davon ist aus Ally McBeal, eine skurrile Anwaltskanzleiserie, die meine Mutter und ich geliebt haben. Ally ist eine Kopfzerbrecherin wie ich und sagt: „Ich glaube morgen wird es weniger schlimm. Manchmal geht man ins Bett und weiß, dass es morgen einfach weniger schlimm wird.“ Manchmal stimmt das. Da hilft das Schreiben doppelt.

 

Haruki Murakamis „1Q84“

 

Zwei gute Freundinnen haben mir ein Buch empfohlen. Oder eher einen Autor: Haruki Murakami. Ich mag es, Bücher zu lesen, die einem von Leuten empfohlen wurden, die man kennt. Was jemand mag sagt viel über ihn aus. Besonders bei Büchern, finde ich, die brauchen mehr Zeit als Filme oder Fotos oder Klamotten. Nun, deswegen habe ich 1Q84 angefangen, das ist das Bekannteste von Harukiii (wie meine Freundin ihn liebevoll nennt, wahlweise auch mal mit noch ein paar mehr i‘s). Ich weiß nicht wie man den Titel aussprechen soll, oder ob es überhaupt eine korrekte Art gibt ihn auszusprechen, aber das bleibt mir hier ja ohnehin erspart.

Das Buch beschäftigt mich, deswegen möchte ich darüber schreiben. Es hat mich gepackt. Das heißt für mich, dass ich beim Lesen völlig vergesse bei welchem Kapitel oder auf welcher Seitenzahl ich gerade bin, dass ich es überall mit hinschleppe, dass ich mir den Handytimer stellen muss, wenn ich nur wenig Zeit zum Lesen habe und, dass ich nachts manchmal von der Geschichte träume.

Den Inhalt nur ganz grob: Die Geschichte spielt 1984 in Tokio und ist ein bisschen verbunden mit George Orwells 1984, zumindest wird der Roman mehrmals erwähnt. Es gibt zwei Hauptfiguren, Mann und Frau (Tengo und Aomame), aus deren Sicht von Kapitel zu Kapitel immer abwechselnd erzählt wird. Ersteinmal sind es zwei unterschiedliche Handlungsstränge, aber natürlich sind ihre Geschichten irgendwie miteinander verbunden. „1Q84“ steht für eine Art Parallelwelt, in die die Charaktere geraten, die sich aber gar nicht so besonders von der „normalen“ Welt unterscheidet. Im Buch heißt es: „An einem gewissen Punkt einer zeitlichen Schiene wurde eine Weiche umgestellt, so könnte man sagen, und die Welt wurde auf das Gleis des Jahres 1Q84 verschoben. […] Für die Mehrheit ist die Welt unverändert, sie ist wie immer.“ Erkennen kann man die neue Welt allerdings daran, dass zwei Monde – ein kleinerer grüner kommt zu unserem dazu –  am Himmel zu sehen sind. Wie praktisch.

Was ich sofort gemerkt habe ist, dass das Buch kein deutsches Original ist, sondern aus einer fremden Sprache kommt, die ganz anders funktioniert. Ich spreche kein Japanisch und ich weiß nicht viel darüber, aber ich kann mir vorstellen, dass das Übersetzen nicht so einfach ist. Es gibt ein paar seltsame Metaphern, die wirken, als würde sie kein deutscher Autor jemals benutzen. Die Sätze sind stellenweise ungewöhnlich und fremd. Obwohl der Text auf Japanisch wahrscheinlich ein wenig beeindruckender wäre, finde ich die Übersetzungsprobleme aber gar nicht besonders schlimm. Die Geschichte spielt ja auch an einem für uns fremden Ort, da passt ein bisschen Verwirrung zur Atmosphäre.

Ich könnte mich nicht festlegen zu welchem Genre das Buch gehört. Zu nah an der realen Welt für Fantasy, aber trotzdem fantastisch und ein bisschen surreal. Schon romantisch aber nicht wirklich eine Liebesgeschichte. Manchmal ein bisschen krimihaft. Die Geschichte wirkt rätselhaft, aber ohne, dass sie sich bemüht wirklich schwere Rätsel zu stellen. Die Geschehnisse sind vorhersehbar, die Verbindungen zwischen den Personen sind schnell klar, es gibt keinen drastischen Plot Twist oder Aha-Moment und man fühlt sich nicht scharfsinnig, wenn man auf etwas kommt. Das Buch lässt sich Zeit. Teilweise war ich ein bisschen genervt von der Redundanz, aber vielleicht soll die dafür sorgen, dass inhaltlich nichts entgeht. Damit man Zeit hat wertzuschätzen, wie die Geschichte aufgebaut ist und auf welche Weise sie verläuft und nicht davon abgelenkt ist, die Zusammenhänge zu verstehen. Was eigentlich passiert hätte man wahrscheinlich auch in einem halb so dicken Buch unterbringen können, aber dann würde etwas fehlen. Und man würde die Charaktere nicht so unglaublich ausführlich kennenlernen.

Manchmal wird über dicke Wälzer gesagt, dass sie sich bei Lesen längst nicht so lang anfühlen. 1Q84 ist ein dicker Wälzer und er fühlt sich auch genauso an. Ist man durch merkt man, dass man grade ziemlich viele Seiten gelesen hat. Aber das fand ich gar nicht schlimm, denn es war schön so lange etwas von der Geschichte zu haben. Es gibt einen etwas kürzeren zweiten Teil, der bald bei mir im Regal steht!

 

Zwei Zitate, die mir gefallen haben, ich finde sie geben einen guten Eindruck:

Aomame zog die Mundwinkel leicht auseinander, wie normale Menschen es tun, wenn sie lächeln, doch in Wirklichkeit lächelte sie nicht. Es sollte nur heißen, dass sie lächelte.

„Wo hast du denn damit geschossen?“ „Ach, schon mehrmals. Als ich einmal an einer Quelle saß und Harfe spielte, tauchte plötzlich wie aus dem Nichts eine Fee auf und reichte mir eine Baretta 92. Sie sagte, ich sollte doch mal auf einen weißen Hasen schießen, der dort hoppelte.“ „Eine wahre Geschichte.“ Die Falten um Tamarus Mundwinkel vertieften sich ein wenig. „Ich erzähle nur wahre Geschichten.“

 

An Erasmus-Reflection – About the most general things I’ve learned

 

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I’ve been back from an Erasmus semester in Sheffield for a little while now. I created a blog during my stay there to write about my experiences and I enjoyed doing that a lot, it made me want to continue that at home. In England I mostly wrote about specific topics: The uni, the cities I visited, the language, the parties, the accommodation and so on. Now I want to be a bit more ‘theoretical’, write about the overall thing, what I took from it, if it changed me, that kind of ‘reflective’ stuff. I have thought about that often since I am back, I will try to put it into words now. This post is in English because the Erasmus-Semester-Blog was in English and I think that some non-German-speaking-friends would be happy to be able to read this. But I won’t make this blog completely in English I think, I like writing in German as well.

Here is what I’ve learned, with neat little headings:

I am afraid of the unexpected.                                    

I think a lot, I worry a lot, and I like to use “what if?” a lot. The semester abroad was an excellent candidate for me to worry about. It was scary to know that I would just go on a plane, fly somewhere I’ve never been before, and life there for half a year. A perfect “what if”- situation. What if I don’t like it there? What if I don’t find nice people? What if I don’t get around at uni? What if a meteoroid strikes in the town I am living in? But I think the fact that I knew so little about how it was going to be was good. It gave less concrete things to worry about, and more opportunity to ban everything from my mind and tell myself to deal with it when I am there, which turned out to be a very good technique. The days I arrived and saw my room, met nice people, got into the orientation programme everything was fine. I was not worried at all and a good kind of excited. So, I guess I like being prepared and knowing how things are going to be, and I should work on staying calm when I don’t. Because they will turn out fine.

I like being new peoples‘ someone.

I am always someone’s someone. I think everyone is. I am the friend from kinder garden that you have a lot of funny childhood memories with, the friend from uni that you met in that one seminar with this horrible teacher or the one that you always watch this embarrassing fantasy series with. I love my roles at home – well, most of them. But living somewhere else, with so many people that are new as well and don’t know anyone gives opportunity to make a completely new impression. I am not ‘the girlfriend’ that joins for dinner or your friend’s friend that you always see at birthday parties. The impression I can make on people is entirely my own. Being so many new peoples someone pulled me out of the familiar structures at home and made me find out new things about myself.

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The right people can create a home (anywhere).

Sheffield is a rather ugly city, very industrial, construction work everywhere. The food was pretty bad, especially the sandwiches at the library cafeterias which gave me oily skin and hair and made a lot of us gain weight. The radiators on our floor were constantly broken and no one really bothered to fix them. None of this made me enjoy my stay less. It didn’t matter because I had people that shared it with me. Who made me feel happy and at home. In the end it was nice to talk about the food you’re looking forward to eating during Christmas and laugh about the amount of blankets and towels and jackets some people had lying on their bed not to freeze at night.

The ‚Time flies!‘-talk is true.

Everyone says that, it’s the cliché-comment. ‘Oh five month seem long but time will fly and then you’re back, believe me!’ I didn’t. I didn’t expect not to enjoy it and I didn’t expect time to creep (can you say that? my research was ambiguous), but still, half a year is a lot of time. On the one hand I have a lot of memories of things that I did, the time feels active and busy and full when I look back. I guess the reason time did fly was that at the beginning I was so busy taking in all the new things and adapting to the situation. The first weeks are so full of beginnings and first times to think about, that there is no space for the fact that it is going to be over at one point. The part where I actually got used to it and developed some routines was extremely short and followed by the part where you realize that you only have a few weeks left. And then it’s over -poof- time flies, and the cliché comment was true!

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Those fashionable elephants where part of a charity project by the children’s hospital. They were all around the city centre when I arrived, all in different patterns (the six here are by far not all of them, I don’t think I even saw all of them).  They made me happy, they still do. It was nice to be welcomed by those strong, colourful animals!

For possible curiosity, here’s my Sheffield-Abroad-Blog: http://tryingabritishme.myblog.de/